How to: DIY MacBook Cable Hub

MacBook Cable Hub

Wie baut man aus einer Holzschachtel für 2,50 Euro eine Docking Station Box, um das Kabelchaos an der Seite des MacBooks zu reduzieren? Diese Anleitung zeigt es.

Benötigte Teile:

  • Holzschachtel aus dem Bastelbedarf im Baumarkt (Der, der wo wie was weiß.)
  • Schleifpapier, verschiedene Körnungen (~100, ~400, ~800)
  • Haftgrundierung, für Holz geeignet
  • Buntlack (Farbe nach Wahl, fürs MacBook bevorzugt Super-Ultra-Hochglanz-Reinweiß oder Mattschwarz)
  • optional: Magnetband und flache Metallstückchen für den Verschluss

Werkzeug

Werkzeug

  • Säge mit feinem Sägeblatt (Eisensäge)
  • Feile (relativ fein)
  • kleiner Schraubenzieher (je nach Box, für die Scharnierschrauben)
  • Dremel mit verschiedenen Aufsätzen zum Schleifen, Schneiden, Bohren und Fräse

Der Rohling

Die unberührte Box aus dem Baumarkt. In der Regel aus Balsaholz gemacht, was sehr weich und leicht und daher gut zu verarbeiten ist. So ist die Schachtel allerdings noch zu hoch, um gut neben dem MacBook auszusehen. Außerdem stören noch Farbe, der kitschige Verschluss und die fehlenden Löcher für Kabel

Zuerst wird demnach die Oberseite von der Unterseite getrennt, und Scharniere sowie Verschluss entfernt. Nun kann man mit der Eisensäge einen Teil der oberen Hälfte absägen, um die Box insgesamt flacher zu machen.

Links die ursprüngliche Schachtel, in der Mitte die neue, flachere Version, rechts das MacBook als Referenzhöhe. Schon besser.

Damit die Löcher am Ende ungefähr zu den Anschlüssen passen, einfach die untere Hälfte der Box am MacBook anhalten und die Positionen der Löcher grob mit einem Stift anzeichnen. Ich habe hier den FireWire-Port ausgelassen, da ich den Anschluss höchstwahrscheinlich nicht brauche, es sollte aber kein Problem sein, alle Ports zu berücksichtigen.

Um die Löcher in die Unterseite zu machen, habe ich eine Kombination aus Bohr- und Schleifaufsätzen auf dem Dremel benutzt, was aber nicht unbedingt optimal ist. Wer die Möglichkeit hat, einen richtigen Fräsaufsatz zu verwenden, hat es wahrscheinlich einfacher. Durch das weiche Material setzen sich Schleifaufsätze schnell zu und verlieren nach einiger Zeit ihre Wirkung. Im Endeffekt sollte sich aber in jedem Keller irgendwas finden lassen, um die Löcher zu machen.

Anschließend fehlt noch das große Loch auf der Rückseite der Schachtel, durch das der Kabelbaum geleitet wird. Hier empfiehlt sich, die grobe Form des Lochs mit der Säge oder einer Trennscheibe auf dem Dremel grob vorzuschneiden. Danach Form und Ränder mit Schleifpapier oder weiterem Dremeln verschönern.

Die obere Hälfte ist flacher, die untere Hälfte hat die passenden Löcher, Zeit für eine kurze Probe. Im Bild sieht man gut das größte Problem des Kabelbaums: der DVI-Adapter. Durch das kurze Kabel zum MacBook muss der Adapter zur Hälfte in der Schachtel hängen, was ein wenig Gefummel sein kann. Durch die großartige Zubehörpolitik von Apple ist es leider auch nicht möglich, einen Adapter mit längerem Kabel zu bekommen. Sonst wäre es kein Problem, eine schmalere Schachtel zu verwenden. Unterhalb des Adapters sieht man zwei kleine Löcher die ich gemacht habe, um den Adapter später mit einem Draht besser fixieren zu können.

Zwischenstand: Hinten die Urversion, vorne die leicht überarbeitete Ausführung der Schachtel.

Lackieren

Das Cable Hub ist neben dem MacBook nichts wert, wenn es nicht weiß und zumindest ansatzweise shiny ist. Vor dem Lackieren müssen die beiden Teile der Schachtel komplett glattgeschliffen und sauber sein. Dazu werden verschiedene Schleifpapiere verwendet, von grob nach fein. Darauf achten, dass kein Schleifstaub mehr auf den Teilen ist (Aufpassen mit Wasser zur Reinigung: das Material quillt schnell auf und die glatte Struktur ist versaut).

Anschließend die erste Schicht Grundierung auftragen. Der Wohnungsmieter von heute baut sich dazu eine kleine Lackierkabine aus einem größeren Pappkarton, um die Bude nicht unter farbigen Staub zu setzen (props an DA für den Karton :) ). Zwei ausgediente Klopapierrollen bieten sich an, um die Teile in der “Kabine” anzurichten.

Nach guten 90 Minuten ist der Lack soweit getrocknet, dass man die Teile erneut mit feinem Schleifpapier anschleifen kann. Anschließend nochmals Grundierung auftragen. Nach erneutem Warten, Trocknen und Schleifen die erste Schicht Lack auftragen. Vorher an einer Stelle im Karton testsprühen, um ein Gefühl für die Entfernung und den Druck zu bekommen. Immer schön mit gleichmäßigen Bewegungen sprühen, damit sich keine Nasen bilden. Auch hier können mehrere Schichten aufgetragen werden, mit Anschleifen nach jedem Durchgang. Je mehr Zeit man in die Vorbereitung der Teile und die Lackierung investiert, desto besser wird das Finish.

Der “shiny-Test” nach zwei Schichten Lack. Meiner Meinung nach zufriedenstellend.

Nach der letzten Schicht brauchen die Teile mindestens 12 Stunden, um komplett durchgetrocknet zu sein. Anschließend die Scharniere wieder anbauen und die Kabel durch das Cable Hub führen. Das Anbauen der Scharniere kann eine extreme Fummelei sein, da die obere Hälfte, an der die Scharniere festgeschraubt waren, eventuell zu flach ist, um die Scharnierschrauben zu verwenden. Ich habe die Scharniere mit Heißkleber befestigt, was aber auf keinen Fall eine optimale Lösung ist. Bei Bedarf kann noch ein Magnetverschluss angebaut werden, mit zwei kleinen Streifen Magnetband an der oberen Hälfte und entsprechenden Gegenstücken aus Metall an der unteren Seite. Das Magnetband aus dem Baumarkt ist aber so schwach, dass es sich kaum lohnt

MacBook Cable Hub

Fertig! Weißes Cable Hub mit Shiny Floor. :)

Anmerkungen

Wie bei jedem Projekt, ist auch hier die erste Version sehr Prototyp und sehr Alpha. Vor allem beim Verschlussmechanismus ist noch viel Platz für Optimierung. Bessere Magnete oder Klavierband statt der Scharniere wären hier sicher eine Möglichkeit. Auch beim Fräsen der Löcher und der Lackierung ist sicher noch Platz für Verbesserung, allerdings auch zu entsprechenden Kosten. Für das Hub in der jetzigen Form waren ungefähr 15 Euro für Material fällig (2,50 Euro für die Schachtel, ca. 10 Euro für den Lack, +Kleinkram). Mit dem verbleibenden Lack könnte man aber locker eine weitere Box lackieren.

Kritik und Anmerkungen aller Art bitte in die Comments.

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This entry was posted on Saturday, April 5th, 2008 at 14:34 and is filed under How to. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

4 Responses to “How to: DIY MacBook Cable Hub”

  1. Nicken

    5 April 2008 at 20:56 #

    du bist echt ein crazy mann. ich würde das device gerne mal in RL sehen. ob es denn was taugt ;)

    aber sehr schön. guter mann.

  2. Julian

    5 April 2008 at 23:16 #

    Astreines Dingen!
    Einzig der iPod könnte noch fließender integriert werden… ich denke da an ein integriertes Dock mit Lade- und Syncfunktion. :)

  3. coon

    6 April 2008 at 19:30 #

    saubere sache.
    tim, der heimwerkerking!

  4. äpp

    25 April 2008 at 13:14 #

    scheint zu rocken.

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